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Warum ist die Datensicherung bei Datenbanken wichtig?

Die in einer Datenbank enthaltenen Informationen können durch Systemfehler, Fehlbedienungen, Hardwaredefekte oder unerwartete Situationen verloren gehen. Besonders der Verlust von Kundendaten, Produktionsdaten und für das Unternehmen kritischen Informationen kann zu ernsten Problemen führen. In den meisten Unternehmen sind Daten ein über die Jahre angesammelter und nur schwer wiederherzustellender Wert. Deshalb ist die Datensicherung (backup) eine der grundlegendsten Vorkehrungen, die die Kontinuität eines Unternehmens schützt. Sicherung ist nicht nur ein Kopiervorgang von Dateien, sondern ein Prozess, der geplant und regelmäßig fortgeführt werden muss.

Warum gehen Daten verloren?

Datenverlust ist nicht an eine einzige Ursache gebunden und kündigt sich meist nicht vorher an. Hardwaredefekte (wie ein Festplattendefekt), Stromausfälle, Softwarefehler, versehentliches Löschen oder ein fehlerhafter Aktualisierungsvorgang können einen Teil oder die Gesamtheit der Daten unzugänglich machen. Hinzu kommen Schadsoftware und physische Ereignisse (wie Brand, Wassereinbruch) als Teil des Risikos.

Diesen Risiken ist gemeinsam, dass ein Rückgriff, wenn sie eintreten, nur bei Vorhandensein einer soliden Sicherung möglich ist. In einer Situation ohne Sicherung gehen verlorene Daten meist dauerhaft verloren. Deshalb sollte Sicherung nicht als „falls es uns passiert”, sondern als eine Vorbereitung behandelt werden, bei der ungewiss ist, wann sie benötigt wird, die aber mit Sicherheit erforderlich sein wird.

Sicherungsarten

Wie gesichert wird, richtet sich nach der Datenmenge und der akzeptablen Verlustspanne. Zwei grundlegende Ansätze stechen hervor.

Vollsicherung (full backup): Es wird eine Kopie der gesamten Datenbank erstellt. Die Wiederherstellung erfolgt mit dieser Methode am einfachsten und direktesten, weil die Gesamtheit der Daten in einer einzigen Sicherung vorliegt. Im Gegenzug erfordert sie mehr Zeit und Speicherplatz, weil sie jedes Mal alle Daten kopiert.

Inkrementelle Sicherung (incremental backup): Kopiert nur die seit der letzten Sicherung geänderten Daten. Sie ist schneller und beansprucht weniger Platz; im Gegenzug muss sie bei der Wiederherstellung zusammen mit der Vollsicherung ausgewertet werden. In der Praxis werden diese beiden Methoden meist gemeinsam eingesetzt: in bestimmten Abständen eine Vollsicherung, dazwischen häufige inkrementelle Sicherungen, wodurch sowohl Sicherheit als auch Effizienz ausgewogen werden.

Die Wahl der Methode ist keine abstrakte Vorliebe, sondern hängt von der Antwort auf zwei grundlegende Fragen ab: Wie weit zurückreichenden Datenverlust können wir im Falle eines Ausfalls hinnehmen und in welcher Zeit müssen wir das System wieder in Betrieb nehmen? Je klarer diese beiden Bedürfnisse werden, desto deutlicher ergeben sich auch die Sicherungshäufigkeit und -art von selbst. Während bei einem kritischen und sich ständig ändernden System häufige Sicherungen erforderlich sind, kann bei statischeren Daten ein selteneren Plan ausreichen.

Automatische und geplante Sicherung

Von Hand erstellte Sicherungen können vergessen werden; in arbeitsintensiven Zeiten kann gerade der am meisten benötigte Moment übersehen werden. Eine vom menschlichen Gedächtnis abhängige Sicherung birgt das Risiko, ausgerechnet im kritischen Moment lückenhaft zu sein. Deshalb ist es wichtig, dass die Sicherung automatisch und geplant läuft.

Ein Sicherungssystem, das in bestimmten Abständen von selbst läuft, schaltet den menschlichen Fehler aus und sorgt dafür, dass der Zustand der Daten bis zu einem bestimmten Zeitpunkt stets gesichert ist. Das Sicherungsintervall wird danach bestimmt, wie viel Datenverlust das Unternehmen hinnehmen kann: Bei einem sich ständig ändernden kritischen System können häufige, bei statischeren Daten seltenere Intervalle ausreichen. Auch die Überwachung der Sicherungsprozesse und das Bemerken und Melden einer fehlgeschlagenen Sicherung sind Teil dieses Plans.

Aufbewahrung an einem anderen Ort und der 3-2-1-Ansatz

Die Aufbewahrung einer Sicherung auf derselben Festplatte oder demselben Medium, auf dem sich die gesicherten Daten befinden, birgt das Risiko, bei einem Defekt dieses Mediums sowohl die eigentlichen Daten als auch die Sicherung gemeinsam zu verlieren. Zwei Kopien im selben Raum können von demselben Ereignis gemeinsam betroffen sein. Um dieses Risiko zu verringern, ist eine weit verbreitete Methode der 3-2-1-Ansatz:

  • Es sollen mindestens 3 Kopien der Daten vorhanden sein (die eigentlichen Daten und zwei Sicherungen).
  • Diese Kopien sollen auf mindestens 2 verschiedenen Medien aufbewahrt werden.
  • Von den Kopien soll mindestens 1 an einem anderen Ort (off-site) vorgehalten werden.

Dieser Ansatz zielt darauf ab, zu verhindern, dass ein einziger Defekt oder ein einziges Ereignis alle Daten auf einmal betrifft. Eine an einem anderen Ort aufbewahrte Kopie ermöglicht die Rettung der Daten selbst bei einer lokalen Katastrophe.

Wiederherstellungstest und Sicherheit der Sicherung

Eine Sicherung zu erstellen genügt allein nicht. Es muss auch regelmäßig geprüft werden, dass sich die erstellte Sicherung bei Bedarf reibungslos wiederherstellen lässt. Eine beschädigte oder unvollständig erstellte Sicherung führt zum schlimmsten Ergebnis, wenn sie erst im Moment des Bedarfs bemerkt wird. Deshalb muss in bestimmten Abständen ein Wiederherstellungstest (restore) durchgeführt und überprüft werden, dass sich die Daten tatsächlich zurückholen lassen. Eine ungetestete Sicherung ist keine Gewähr, sondern nur eine Hoffnung.

Auch die Sicherungen selbst müssen geschützt werden. Da sie kritische Informationen enthalten, müssen Sicherungen ebenso sorgfältig wie die eigentlichen Daten aufbewahrt und mit Sicherheitsvorkehrungen vor unbefugtem Zugriff geschützt werden. Wenn automatische Sicherung, Aufbewahrung an verschiedenen Orten und regelmäßige Wiederherstellungstests gemeinsam angewendet werden, steigt die Datensicherheit erheblich. Ein richtig geplantes Sicherungssystem sorgt dafür, dass die Daten in unerwarteten Situationen sicher wiederhergestellt werden und das Unternehmen ununterbrochen fortbesteht.

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