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Wie sollte die Datensicherheit bei PC-Anwendungen gewährleistet werden?

In PC-basierten Anwendungen werden häufig Nutzerinformationen, Kundendaten oder für das Unternehmen kritische Daten gespeichert. In diesem Fall ist nicht nur die korrekte Funktion der Anwendung wichtig, sondern ebenso der Schutz der von ihr vorgehaltenen Daten vor unbefugtem Zugriff und Verlusten. Datensicherheit ist kein nachträglich hinzugefügtes Merkmal der Anwendung, sondern ein Ingenieurthema, das von Beginn des Designs an bedacht werden muss. Wird sie nicht gut konzipiert, wird eine Sicherheitslücke meist erst bemerkt, nachdem ein Problem aufgetreten ist.

Speicherung von Passwörtern und sensiblen Daten

Der erste Schritt der Sicherheit ist die Art und Weise, wie sensible Informationen gespeichert werden. Nutzerpasswörter dürfen in der Datenbank nicht als lesbarer Text vorgehalten werden; stattdessen sollten sie mit einer nicht umkehrbaren hash-Methode gespeichert werden. Dadurch kann das System das vom Nutzer eingegebene Passwort überprüfen, hält das Passwort selbst aber an keiner Stelle im Klartext vor. So kann selbst bei einem Zugriff auf die Datenbank nicht die tatsächliche Form der Passwörter erlangt werden.

Für andere kritische Daten außer dem Passwort erschwert der Einsatz von Verschlüsselung bei der Speicherung oder Übertragung das unbefugte Lesen der Information. In Fällen, in denen Daten zwischen Computern übertragen werden, verhindert eine verschlüsselte Verbindung, dass sie während der Übertragung mitgelesen werden. Dasselbe Prinzip gilt auch für die Verbindungen, die die Anwendung nach außen aufbaut: Datenbank-Zugangsdaten, API-Schlüssel und ähnliche sensible Einstellungen sollten kontrolliert verwaltet werden, statt in den Code eingebettet zu werden.

Auch die von außen in die Anwendung gelangenden Daten müssen stets überprüft werden. Die Prüfung, ob die vom Nutzer eingegebenen Informationen im erwarteten Format vorliegen, verhindert sowohl die Entstehung fehlerhafter Datensätze als auch die Schädigung des Systems durch böswillige Eingaben. Eine Anwendung, in der die Eingabe nicht überprüft wird, verliert ihre Zuverlässigkeit, sobald sie auf unerwartete Daten trifft, selbst wenn sie korrekt läuft.

Berechtigung und das Prinzip der geringsten Rechte

Besonders bei Anwendungen, an denen mehrere Nutzer arbeiten, ist es kein richtiger Ansatz, dass alle auf dieselben Daten und Vorgänge zugreifen können. Dass ein Nutzer, der einen Buchhaltungsdatensatz einsehen soll, zugleich die Berechtigung besitzt, alle Datensätze zu löschen, ist ein unnötiges Risiko. Die Berechtigung der Nutzer entsprechend ihren Aufgaben erhöht sowohl die Sicherheit als auch die Kontrolle innerhalb des Systems.

Rollenbasierte Berechtigung: Nutzer werden nicht einzeln, sondern entsprechend der von ihnen übernommenen Rolle (zum Beispiel Operator, Administrator, Betrachter) gruppiert, und die Vorgänge, auf die jede Rolle zugreifen kann, werden eindeutig definiert. Wird ein neuer Nutzer hinzugefügt, genügt es zur Berechtigungsregelung, ihm die passende Rolle zuzuweisen.

Prinzip der geringsten Rechte: Jedem Nutzer wird nur die zur Erledigung seiner Arbeit nötige Berechtigung gegeben, nicht mehr. Dies verringert sowohl das Risiko unbefugten Zugriffs als auch die Auswirkung versehentlich möglicher Fehlbedienungen. Auch das versehentliche Beschädigen von Daten, auf die ein Nutzer keinen Zugriff hat, wird dadurch unmöglich.

Dass kritische Vorgänge (wie Löschen, Massenaktualisierung, Export) zusätzlich unter Kontrolle gehalten werden, verhindert, dass ein einziger fehlerhafter Schritt zu großen Datenverlusten wird. Dass bei solchen Vorgängen ein zusätzlicher Bestätigungsschritt verlangt wird, stellt sicher, dass der Nutzer den Vorgang bewusst ausgeführt hat.

Sicherung und Wiederherstellung

Unerwartete Computer- oder Systemausfälle, Festplattendefekte oder Nutzerfehler sind stets im Bereich des Möglichen. Dass von den Daten regelmäßig ein backup erstellt wird, ist der grundlegendste Weg, in solchen Fällen Datenverlust zu verhindern. Doch allein Sicherungen zu erstellen genügt nicht:

  • Es muss gewährleistet werden, dass Sicherungen in regelmäßigen Abständen und möglichst automatisch erstellt werden; von Hand erstellte Sicherungen werden leicht vergessen.
  • Es muss in bestimmten Abständen getestet werden, dass sich die Sicherung tatsächlich wiederherstellen lässt; eine ungetestete Sicherung gilt nicht als Gewähr.
  • Sicherungen müssen an einem separaten Ort aufbewahrt werden, sodass sie nicht demselben Risiko wie das Hauptsystem ausgesetzt sind. Eine auf derselben Festplatte vorgehaltene Sicherung geht bei einem Festplattendefekt gemeinsam verloren.

Ein gut konzipiertes Sicherungskonzept legt im Voraus fest, in welcher Zeit und ab welchem Punkt das System nach einem Ausfall wieder funktionsfähig wird. Das macht die Auswirkung unerwarteter Situationen auf das Unternehmen vorhersehbar. Wie häufig gesichert wird, richtet sich danach, wie schnell sich die Daten des Unternehmens ändern und wie weit ein Rückgriff bei einem möglichen Verlust akzeptabel ist.

Vorgangsprotokolle und Nachvollziehbarkeit

Die Aufzeichnung, von wem und wann kritische Vorgänge ausgeführt wurden (das Führen von log-Einträgen), ermöglicht sowohl die nachträgliche Untersuchung eines möglichen Problems als auch die transparente Prüfbarkeit des Systems. Wenn abgefragt werden kann, wann ein Datensatz geändert oder von welchem Nutzer ein Vorgang ausgeführt wurde, wird es leichter, die Quelle eines Fehlers oder eines unbefugten Vorgangs zu ermitteln. Vorgangsprotokolle helfen außerdem, die Verantwortung klar nachzuverfolgen, und sorgen dafür, dass das System in einer prüfbaren Struktur bleibt.

Nicht nur das Führen der Protokolle, sondern auch ihre einfache Einsehbarkeit bei Bedarf ist wichtig. Sinnvoll aufbereitete Protokolle geben die Möglichkeit, bei einem auftretenden Problem Schritt für Schritt zurückzuverfolgen, was wann geändert wurde. Andererseits müssen auch diese Protokolle vor unbefugtem Zugriff geschützt werden; denn Vorgangsprotokolle können selbst sensible Informationen enthalten.

Fazit

Datensicherheit ist die Gesamtheit einander ergänzender Schritte wie das richtige Speichern von Passwörtern, die Berechtigung der Nutzer entsprechend ihren Aufgaben, regelmäßige und getestete Sicherung sowie die Aufzeichnung kritischer Vorgänge. Keiner dieser Schritte ist für sich allein ausreichend; gemeinsam konzipiert bilden sie jedoch eine zuverlässige Struktur. Eine richtige Sicherheits- und Berechtigungsstruktur sorgt dafür, dass PC-Anwendungen zuverlässiger, kontrollierter und professioneller genutzt werden.

Verwandte Leistungen: Software & PC-Anwendungen, Datenbank & Datenverwaltung, Systemintegration

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